Dienstag, 5. Mai 2015

Putzen - Pflicht oder Kür?


Es kommt nicht allzu oft vor, aber hin und wieder wandle ich durch unsere Wohnung und fühle mich pudelwohl! Und warum? Weil ich fertig bin mit putzen und alles ordentlich, staubfrei und einladend aussieht.
Leider ist es in diesem Moment nur im unteren Stock so (das ist nämlich das für die Erwachsenen. Oben "hausen" bei uns die Kinder).

Vergangene Woche habe ich bei Nanne von "einfachsoleben" (es lohnt sich bei ihr mal reinzulesen) einen Post über die "Gedanken über das Putzen" gelesen.
Und das hat mich dazu veranlasst, auch mal zu reflektieren, wie es denn so um meine Einstellung zum putzen bestellt ist.

Von Natur aus bin ich ein völliger Chaot und obwohl es bei uns oft recht passabel aussieht (für meine Verhältnisse) war es bis dahin durchaus ein langer und mühsamer Weg. Und am Ziel bin ich noch lange nicht.

Erst mal habe ich festgestellt, dass es vier unterschiedliche Arten des "DuchdasHauswirbeln" gibt, die mir auch unterschiedlich viel Freude bereiten:
  • Das Ausmisten und Durchsortieren ist der Grundstein aller Ordnung. Egal wie viel ich geputzt und aufgeräumt habe... als wir noch zu viele Dinge hatten, wurde ich einfach nicht fertig und immer stand irgendwo etwas herum, dass keinen Platz hatte.
    Ich durchforste unsere Gegenstände immer und immer wieder. (Manch eine Bekannte verdrehte schon die Augen mit den Worten "Du mistest schon wieder?!"). Aber erstaunlicherweise finde ich jedes mal wieder Dinge, die ich nicht mehr brauche oder nicht mehr schön finde.
    Mit dem Ausmisten ist es wohl so, wie mit den anderen drei Aufgabenbereichen: Fertig ist man nie! Aber das macht mir gar nichts aus, denn eigentlich, ist es mir von allen Aufgaben inzwischen die Liebste. Ich muss gestehen, dass ich fast ein bißchen Süchtig danach bin. (Es ist so ein wahnsinnig tolles Gefühl, den unnützen Kram aus dem Haus zu schaffen!

  • Als nächstes kommt das Aufräumen. Hierbei werden alle Dinge wieder an ihren ursprünglichen Platz zurück gebracht. Vorraussetzung hierfür ist, dass alle Dinge ein zu Hause haben.
    Eine Hilfe hierfür ist bei uns das abendliche Würfeln (klick) und hin und wieder auch eine Runde "Super-Tidy" (klick).
    Das mit dem Speedaufräumen klappt vor allem besonders gut, wenn sich kurzfristig Besuch angekündigt hat. Ich glaube, deswegen habe ich so gerne Gäste. ;o)

  • Dann das Putzen. Das kann man auch nur sinnvoll und zügig, wenn man zuvor ordentlich aufgeräumt hat. Ich glaube, deswegen putze ich nicht so gerne, weil das Aufräumen zuvor an manchen Tagen so viel Zeit kostet. Aber wenn halt viereinhalb Schlamper in einem Haus zusammen wohnen, ist da wirklich schnell mal Chaos.
    Aber heißt das jetzt, dass ich das Putzen nicht mag, oder das Aufräumen? Ich stelle nur immer wieder fest, wie schnell man mit Sauber machen durch ist, wenn man es regelmäßig tut. Da ist oft die Hürde anzufangen größer und zeitraubender, als das putzen selbst
    Also mit guter Musik oder einem spannenden Hörbuch, gibt es sicher schlimmere Dinge als das Putzen. (Trotzdem würde ich auch nicht "Nein!" schreien, wenn mir jemand eine "Putzfrau schenken" würde.)

  • "Tiefenreinigung". Oh Schreck! Das mache ich wirklich gar nicht gerne. Ich bin ja, im Gegensatz zu so vielen anderen Menschen, ein Anti-Perfektionist. Es muss schnell gehen und ich möchte mit möglichst geringem Aufwand ein fantastisches Ergebnis erzielen.
    Mir liegt es gar nicht, Heizungen zu schrubben oder den Backofen von Grund auf zu reinigen. Oder gar, einen recht sauberen Fliesenspiegel auf Hochglanz zu polieren.
    Aber manche unliebsamen Aufgaben müssen hin und wieder einfach getan werden. Da komm auch ich leider nicht drumrum. Zum Glück ergänzen mein Mann und ich uns da optimal. Wenigstens einer in der Familie, der es mit der Sauberkeit genau nimmt. ;o)

Und was ist nun die Lösung für dieses vierfache Problem? Dranbleiben, regelmäßig. Und durchhalten. Ich habe gehört, dass Abwaschen ein fantastisches Achtsamkeitstraining sein soll.
Das werde ich mal ausprobieren.

In diesem Sinne: schwingt den Wischmopp, schrubbt die Fenster und lasst den Frühling ins Haus!!








1 Kommentar:

Nanne Kick hat gesagt…

Der Trick der mir fehlt, ist vielleicht das regelmäßig. Ich habe das Gefühl, dass ich mich ständig aufraffen muss und ich verbringe mit Aufschieben bestimmt so viel Zeit, wie mit dem eigentlichen Putzen.
Danke für die Verlinkung!
LG Nanne